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acharge by acemo

Grundlagen

Die Grenze ist der Hausanschluss

Nicht die Ladestation. Wie Ihr aCharge Controller aus der Leistung, die tatsächlich frei ist, so viele Ladevorgänge wie möglich macht — ohne dass die Sicherung fällt und ohne Netzausbau.

Rechnen Sie einmal mit dem ungünstigsten Fall

Sechs Wallboxen zu 11 kW wollen zusammen 66 kW. Ein üblicher Hausanschluss mit 63 A gibt rund 43 kW her — und das Gebäude selbst zieht davon schon einen Teil ab. Ohne Steuerung muss die Anlage für den ungünstigsten Fall ausgelegt werden: alle Ladepunkte gleichzeitig auf voller Leistung.

Dann bleiben zwei Wege: teurer Netzausbau, oder weniger Ladepunkte. Dynamisches Lastmanagement ist der dritte.

Beispielstandort

Ladepunkte
6 × 11 kW
Theoretischer Bedarf
66 kW
Hausanschluss
63 A ≈ 43 kW
Fehlbetrag
−23 kW

Genau diese 23 kW sind der Unterschied zwischen „geht nicht" und „geht, mit Steuerung".

Grundlagen

Was ist dynamisches Lastmanagement?

Jedes Gebäude hat eine harte Obergrenze: den Netzanschluss. Ladepunkte wollen zusammen fast immer mehr, als diese Grenze hergibt. Dynamisches Lastmanagement löst das nicht mit einem teuren Netzausbau, sondern mit Messtechnik und Software — es misst den tatsächlichen Verbrauch, rechnet das freie Restbudget aus und verteilt es auf die Fahrzeuge. Sekunde für Sekunde, den ganzen Tag.

Sechs Ladepunkte fordern
66 kW
Der Anschluss liefert
43 kW
Unter diesem Strom lädt kein Auto
6 A
01 · Das Problem

Die Leitung ist der Flaschenhals

Ein typischer Gewerbeanschluss mit 63 A liefert rund 43 kW. Sechs Wallboxen mit je 11 kW wollen 66 kW — mehr als der Anschluss hergibt. Ohne Steuerung löst die Hauptsicherung aus, oder der Netzausbau kostet einen fünfstelligen Betrag.

02 · Der naive Weg

Statisch: sicher, aber verschenkt

Statisches Lastmanagement reserviert ein festes Budget für die Ladepunkte — bemessen an der Spitzenlast des Gebäudes, damit es zu jeder Stunde sicher ist. Das funktioniert, aber abends, wenn das Gebäude fast nichts mehr zieht, bleiben 30 kW ungenutzt in der Leitung liegen.

03 · Die Lösung

Dynamisch: das Restbudget in Echtzeit

Der Controller misst den realen Bezug am Hausanschluss und gibt den Ladepunkten exakt frei, was gerade übrig ist. Steigt die Gebäudelast, regeln die Fahrzeuge ab. Sinkt sie, laden sie schneller. Die Anschlussgrenze wird nie überschritten — und nie unnötig unterschritten.

Interaktive Simulation

Ein Tag an einem Beispielstandort

6 Ladepunkte à 11 kW an einem 43-kW-Anschluss. Wechseln Sie die Strategie und sehen Sie zu, was mit dem Ladepark passiert.

Gebäudelast Ladeleistung PV-Erzeugung Netzbezug Netzanschluss 43 kW Verfügbare Leistung (Netz + PV)
00:00

Jetzt am Anschluss

Gebäude
0 kW
PV
0 kW
Laden
0 kW
Netzbezug
0 / 43 kW
Freie Reserve
0 kW

Transporter · Lieferverkehr

06:00 – 14:00 · 75 kWh

0 %

Dienstwagen · Außendienst

07:00 – 17:30 · 60 kWh

0 %

Mitarbeitende A

08:00 – 17:00 · 52 kWh

0 %

Mitarbeitende B

08:30 – 16:00 · 40 kWh

0 %

Besuch

10:00 – 12:30 · 58 kWh

0 %

Poolfahrzeug · Spätschicht

16:00 – 21:00 · 80 kWh

0 %
Tagesbilanz der drei Steuerungsstrategien
Strategie Geladen Ø Ladestand bei Abfahrt Fahrzeuge ≥ 80 % Netz-Spitze Über der Grenze
Ohne Steuerung kWh
Statisch kWh
Dynamisch (DYLAMO) kWh

Vereinfachte Simulation mit Beispielwerten: 63-A-Anschluss (≈ 43 kW), sechs Ladepunkte à 11 kW, typisches Gewerbe-Lastprofil, sechs Fahrzeuge mit unterschiedlichen Standzeiten. Reale Standorte werden individuell ausgelegt.

Unter der Haube

Vier Schritte, im Sekundentakt

01

Messen

Ein Zähler am Hausanschluss liefert die tatsächliche Wirkleistung — pro Phase, laufend. Nicht die Anschlusskennzahl auf dem Papier, sondern das, was gerade wirklich fließt.

02

Rechnen

Der Controller bildet die Differenz zur vereinbarten Anschlussleistung. Was übrig bleibt, ist das freie Budget — plus, was die PV-Anlage gerade selbst erzeugt.

03

Verteilen

Das Budget wird auf die belegten Ladepunkte aufgeteilt — nach Priorität, Standzeit und Ladezustand. Nie unter 6 A pro Fahrzeug, denn darunter lädt kein Auto.

04

Absichern

Der Controller regelt lokal, nicht in der Cloud. Reißt die Internetverbindung ab, läuft das Lastmanagement unverändert weiter und synchronisiert sich später automatisch nach.

Ausbaustufe DYLAMO

Wenn eine Dimension nicht mehr reicht

Einfaches dynamisches Lastmanagement kennt eine Größe: die freie Leistung am Anschluss. An größeren Standorten hängen aber noch andere Verbraucher und Erzeuger an derselben Leitung — und die verändern das Budget ständig. DYLAMO rechnet sie alle mit ein, statt sie zu ignorieren.

  • PV-Erzeugung vor Ort
  • Wärmepumpen
  • Transformatorlast
  • Ladepunkte mehrerer Hersteller
  • Priorität und Standzeit je Fahrzeug
  • Ladezustand der Fahrzeugbatterie
§ 14a EnWG

Wenn der Netzbetreiber drosselt

Seit 2024 dürfen Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen — Wallboxen, Wärmepumpen, Speicher — bei drohender Netzüberlastung vorübergehend auf 4,2 kW herunterregeln. Im Gegenzug gibt es reduzierte Netzentgelte. Der aCharge Controller nimmt dieses Signal entgegen und verteilt auch das reduzierte Budget noch nach Priorität, statt Ladepunkte hart abzuschalten.

Probieren Sie den Schalter „Netzbetreiber dimmt“ in der Simulation oben aus — sie drosselt dann die Abendspitze von 17 bis 20 Uhr.

Was das praktisch bedeutet

Mehr Ladepunkte am selben Anschluss

Der wirtschaftliche Kern des dynamischen Lastmanagements ist nicht die Technik, sondern was sie erspart: einen größeren Netzanschluss. Statt die Leitung auf den theoretischen Gleichzeitigkeitsfall auszulegen, wird der bestehende Anschluss so weit ausgereizt, wie er es sicher zulässt — und der Ladepark kann wachsen, ohne dass der Tiefbau wieder anrückt.

Modbus TCP EEBus Potentialfreie Kontakte EnWG § 14a VDE-AR-N 4100 Eichrechtskonform Herstellerunabhängig Offline-fähig Modbus TCP EEBus Potentialfreie Kontakte EnWG § 14a VDE-AR-N 4100 Eichrechtskonform Herstellerunabhängig Offline-fähig

In Ihrer Anlage

Was Ihr aCharge Controller daraus macht

Die Simulation zeigt das Prinzip. Im echten Standort kommen drei Dinge dazu, die den Unterschied zwischen einer Regelung und einem Betrieb ausmachen.

Es läuft weiter, wenn das Netz weg ist

Der Controller regelt lokal. Fällt die Internetverbindung aus, setzt er die Standortkapazität unverändert durch und synchronisiert sich später mit der Cloud — Ladevorgänge und Zählerstände gehen nicht verloren.

Es ist egal, wer die Wallbox gebaut hat

Ladepunkte werden über OCPP oder Modbus TCP eingebunden — auch gemischt in derselben Anlage. Sie sind nicht an einen Hersteller gebunden und können später ergänzen, was verfügbar ist.

Der Netzbetreiber darf mitreden

Bei einem Steuersignal nach § 14a EnWG senkt der Controller die Leistung auf das zulässige Maß, statt abzuschalten. Jeder Vorgang wird protokolliert und bleibt nachweisbar.